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Neues bei Trixi
 

Badespaß mit Flair – das Waldstrandbad Großschönau

 
12. Mai 2017
 
 
Manchmal begegnen wir im täglichen Betrieb älteren Gästen, die sehnsuchtsvoll auf das spiegelnde Wasser unseres schönen Freibads blicken. Viele davon haben hier die Sommer ihrer Kindheit verbracht, haben hier schwimmen gelernt oder hier gar die große Liebe getroffen. Denn das Waldstrandbad Großschönau , das Herzstück unserer Ferienanlage, gibt es schon seit 1933. Bei schönem Wetter eröffnen wir am 25.5.2017 zum 84sten Mal den Strand am Fuße der Lausche im Zittauer Gebirge. Ein guter Grund, einmal einen Blick in die Geschichte des Großschönauer Waldstrandbads zu werfen!

Bewegte und bewegende Geschichte in Großschönau
1933 beherrschte eine Rezession die Oberlausitz. Um die Menschen wieder in Lohn und Brot zu bringen und die Region attraktiv für Besucher zu machen, sollte am Waldesrand aus einem Teichgebiet ein Schwimmbad entstehen. Dabei wurde aber nicht nur ein modernes Freizeitareal rund um das Wasserbecken gebaut, auch ein Sprungturm und Schwimmbahnen mit 50 und 100 Metern Länge gehörten zur Idee des Großschönauer Waldstrandbads. Besonders Leistungssportler und die Turmspringer der Nation wurden auf diese Attraktionen aufmerksam und nutzten das Freibad als Trainingsstätte.
Für die damalige Zeit war das Waldstrandbad an den modernsten Standards ausgerichtet. Rund um die Wasserfläche entstanden Spiel- und Sportflächen, ein Restaurant und auch ein zweistöckiges Gebäude mit Umkleideräumen und Duschen. Das war einmalig in der Region. Ein wahrer Publikumsmagnet war geboren! Großschönau wurde damit zu einem Anziehungspunkt für Sportler, Urlauber und Naturliebhaber - bis tief in die DDR-Zeit hinein.

Eine verspielte Robbe wird zum Walross
Wir schreiben das Jahr 1978. Der aus Großschönau stammende und DDR-bekannte Bildhauer Joachim Liebscher bekommt den Auftrag, das in die Jahre gekommene Strandbad mit einer Plastik zu verschönern. Die Idee ist schnell gefunden: Über eine Leiter würden die Kinder das Maul eines Walrosses erklimmen können und ihm anschließend wortwörtlich und mit Schwung den Buckel herunterrutschen und im Badesee landen. Aber wie es in der DDR eben nun einmal so war, fehlte allerhand für den Bau und die Baumeister mussten sehr einfallsreich sein, um an Material zu kommen. Aber am Ende war es doch geschafft und die Wasserrutsche brauchte nur noch einen Namen. Gut, dass gerade ein kleiner DDR-Besucher Furore in den Medien machte: Eine Nordseerobbe.
Gänzlich unbeeindruckt von der damaligen Grenze hatte sich die freche Robbe von der Nordsee aus in die Elbe über Hamburg bis nach Magdeburg verirrt und für viel Aufsehen in der Republik gesorgt. Mal tauchte sie auf, mal war sie wieder tagelang verschwunden. Schnell hatte der DDR-Einwanderer wider Willen einen Namen: Trixi. Und weil der gewitzte Seehund einen ähnlich steinigen Weg zurückgelegt hatte wie der Bildhauer bei der Arbeit an seinem Walross, schenkte Joachim Liebscher seiner Kreation im Großschönauer Naturbad denselben Namen: TRIXI war geboren.

Retro-Charme im größten Freibad der Oberlausitz
So etwas gibt es nur noch selten: Unser Sprungturm stammt noch aus den 1930er-Jahren, kann aber trotzdem mit seinen modernen Konkurrenten mithalten. Denn wer schon einmal ganz oben in zehn Metern Höhe stand und das Adrenalin beim Sprung gespürt hat - der weiß, dass das Alter keine Rolle spielt.
Das glitzernde Gebirgswasser – übrigens ohne chemische Zusätze - bringt alle zusammen. Wer es sportlich mag, der kann bei uns seine Bahnen ziehen. Aber das Waldstrandbad ist auch behindertengerecht ausgebaut und lädt so wirklich jeden zum Baden ein. Die lieben Kleinen können, wie schon Generationen vor ihnen, Trixi den Buckel herunterrutschen und im riesigen Flachwasserbereich planschen. Oder sich auf dem Wasser-Matsch-Spielplatz vergnügen – der ist noch ziemlich neu. Und danach geht es zusammen in den Biergarten am Kiosk - ein perfekter Urlaubstag bei der charmanten alten Dame der Oberlausitz: dem Großschönauer Waldstrandbad!
 

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